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Ernennungsurkunde für Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick

Johannes Paulus, Bischof, Diener der Diener Gottes, entbietet dem verehrten Bruder Ludwig Schick, bisher Titularbischof von Auzia und Weihbischof in Fulda, nun berufen auf den Metropolitansitz von Bamberg, Gruß und Apostolischen Segen.

Wir erbitten von Christus und mühen Uns durch unseren Dienst, dass alle Christen, erneuert im Glauben und in der Liebe, nach immer größerer Einheit und Eintracht und geistlichem Fortschritt streben. Deshalb wenden Wir Uns der geliebten Herde von Bamberg zu, die nach dem Amtsverzicht des verehrten Bruders Karl Braun, ihres rechtmäßigen Hirten, verwaist ist.

Du, verehrter Bruder, hast bis heute in der Diözese Fulda bischöfliche Aufgaben lobenswert erfüllt, hast Erfahrung in geistlichen und weltlichen Dingen gesammelt und dich vielfach bewährt. Deshalb erscheinst du Uns würdig, dass Wir dir dieses neue Amt anvertrauen. Darum ernennen Wir dich nach Beratung mit dem Staatssekretariat und der Kongregation für die Bischöfe, kraft Unserer Apostolischen Vollmacht zum Erzbischof und Metropoliten von Bamberg. Wir übertragen dir alle Rechte und Pflichten, die zu diesem Dienst nach dem kanonischen Recht notwendig sind, und entbinden dich von deinem Titularsitz und von deiner Aufgabe als Weihbischof in Fulda. Sorge dafür, dass der Klerus und das Volk deiner Diözese in Kenntnis dieser Urkunde gelangt. Sie alle ermahnen Wir zu aufmerksamer Achtung und zum demütigem Gehorsam gegenüber ihrem geistlichen Leiter.

Endlich tragen Wir dir auf, verehrter Bruder, dass du bei der Leitung deiner Herde, das Beispiel des heiligen Otto befolgst, der vor genau neun Jahrhunderten den gleichen Bischofssitz einnahm, und anderer heiliger Hirten des Volkes Gottes. Halte dir vor Augen jenes Wort des heiligen Gregors des Großen: „Die Leitung der Seelen ist die Kunst der Künste.“ (Regula pastoralis 1,1)

Gegeben zu Rom, bei St. Peter, am 28. Juni, im Jahr des Herrn 2002, im 24. Jahr Unseres Pontifikates

Johannes Paulus II.