Schulreferat der Erdiözese BambergArbeitsbereicheSchulpastoralSchulpastoral ist das kirchliche Engagement und ganzheitliche seelsorgerliche Angebot für die einzelnen Menschen in einer konkreten Schule sowie für die Institution Schule. Dieser Einsatz von Christinnen und Christen für ein gelingendes Miteinander im Lebensraum Schule, der sich in vielfältigen Gestaltungsformen ausdrückt, wird zusammenfassend als „Schulpastoral“ bezeichnet.
Thomas Schneider Referent für Schulpastoral Telefon (0 91 94) 72 24 30 Fax (0 32 12) 7 72 27 72 E-Mail schulpastoral@web.de Schulpastoral verwirklicht sich vorwiegend in Gesprächs- und Freizeitangeboten, im sozialen Engagement, in religiöser Bildungsarbeit und in liturgischen Angeboten. Informationen zu Besinnungstagen/ Tagen der Orientierung, sowie zu spirituellen Angeboten für Lehrkräfte. Das Referat Schulpastoral ist die diözesane Fachstelle für die Anliegen der Schulpastoral. Zu den Aufgaben des Referates gehören: - Koordination und Vernetzung auf diözesaner und regionaler Ebene, Konzeptentwicklung
- Information und Begleitung der im Bereich Schulpastoral Engagierten
- Spezifische Angebote im Bereich Aus-/ Fort- und Weiterbildung
- Vertretungsaufgaben und Kooperation mit div. innerkirchlichen und außerkirchlichen Dienststellen
Neben der prinzipiellen Unterstützung aller an Schulpastoral Interessierten durch Information und Fortbildungsangebote besteht für kirchliche Religionslehrer und –lehrerinnen die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen eine spezifische Beauftragung zur Durchführung von schulpastoralen Angeboten zu erhalten. Weitere Informationen zur Schulpastoral auf diözesaner und bayerischer Ebene finden Sie hier: Link 1 > Grundlagentexte (Leitlinien, später auch diözesanes Konzept in Kurzfassung) Link 2 > Übersicht Spektrum Schulpastoral / Praxisbeispiele Link 3 > Verweis auf interne Zuständigkeiten / diözesane Struktur (schultypspezif.) Link 4 > Regelung zur Vergabe von Anrechnungsstunden Link 4 > Weiterführende Informationen
Kontakt: Schulpastoral bezeichnet das Engagement von Christinnen und Christen zur Mitgestaltung einer humanen Schulkultur. Sie stellt zugleich einen Dienst der Kirche an und mit den Menschen in der Schule dar, die gleichermaßen als Lern- und Lebensort verstanden wird. Damit versucht die Kirche, den gewandelten Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen wie auch dem veränderten Stellenwert von Schule Rechnung zu tragen. Schulpastoral wendet sich gleichermaßen an Schüler/-innen, Lehrkräfte, Eltern und technisches Personal. In dieser umfassenden Sichtweise geht sie über die reine Schüler/-innenseelsorge hinaus und hat alle am Schulleben Beteiligten im Blick. Im Gegensatz zur Schulseelsorge an Schulen in kirchlicher Trägerschaft ist Schulpastoral im heutigen Verständnis auf alle Formen staatlicher Schulen hin ausgerichtet und entwickelt - je nach Schultyp - unterschiedliche Ausprägungen und Gestaltungsformen.
Schulpastoral ist als kirchliches Handeln im Raum der öffentlichen Schule im Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetz (BayEUG) verankert und leistet einen Beitrag zum Erziehungs- und Bildungsauftrag. Kirchlicherseits wurde in der Verlautbarung der deutschen Bischöfe „Schulpastoral - der Dienst der Kirche an den Menschen im Handlungsfeld Schule“ (1996) Rolle und Bedeutung der Schulpastoral grundgelegt. Präzisiert und ergänzt wurde das Bischofspapier durch die „Leitlinien zur Schulpastoral an Hauptschulen“ des Bayerischen Schulkommissariats (1998); der komplette Text ist zu finden unter http://www.rpz-bayern.de/txhspast.htm.
Schulpastoral will - im Rahmen der Schulentwicklung zur Verlebendigung und Humanisierung von Schule beitragen
- Schulleben und Schulkultur mitgestalten
- Kommunikation zwischen Eltern, Schüler/-innen, Lehrkräften und technischem Personal fördern - Wegbegleitung und Hilfen zur Persönlichkeitsentwicklung anbieten
- zu einem am Evangelium orientierten Leben ermutigen
Personales Angebot Schulpastoral lebt vom Engagement einzelner Menschen und damit vom personalen Angebot. Grundsätzlich gehören zum personalen Angebot alle, die sich in der Schulpastoral aus christlichem Glauben heraus engagieren und bereit sind, ihre Erfahrungen zur Sprache zu bringen und partnerschaftlich miteinander umzugehen. Religionslehrerinnen und -lehrer tragen dabei besondere Verantwortung.
Ökumene und Gastfreundschaft Schulpastorale Angebote verstehen sich als Einladung an alle Menschen im schulischen Raum. An vielen Schulen geschieht schulpastorales Handeln bereits in ökumenischer Zusammenarbeit zwischen den Kirchen und Schulen. Dies gilt es noch weiter auszubauen.
Kooperation Schulpastoral ist auf die Kooperation mit schulischen und außerschulischen Partnern angewiesen. Als schulische Kooperationspartner der Schulpastoral sind, soweit sie nicht selbst zu den Trägern von Schulpastoral gehören, u.a. die Schulleitung, Verbindungs- und Beratungslehrer, Elternbeirat, Schulforum, Schülersprecher/-innen, Schulpsychologen, sonderpädagogische Dienste und schulhausinterne Erziehungshilfe zu nennen. Zu den außerschulischen Kooperationspartnern der Schulpastoral zählen u.a. Schulabteilungen und Seelsorgeämter der Kirchen, kommunale und kirchliche Jugendämter, ev. schulbezogene Jugendarbeit und Schulsozialarbeit Einrichtungen kommunaler und kirchlicher Jugendhilfe, kommunale und kirchliche Beratungseinrichtungen sowie die Kirchengemeinden.
Unterricht und Schulpastoral Zwischen dem Unterrichts- und Erziehungsauftrag der Schule und den Zielsetzungen von Schulpastoral kann es vielfache Verbindungen geben, gerade im Religionsunterricht. Im Unterricht der Fächer können schulpastorale Anliegen ihren Ausdruck finden, wenn aus christlicher Motivation heraus Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit erhalten, ihre Erfahrungen, Fragen und Nöte zur Sprache zu bringen und sich damit auseinander zu setzen. Schulpastoral konkretisiert sich in den Beziehungen zwischen Lehrer/innen und Schüler/-innen sowie bei der Auswahl und methodischen Gestaltung von Lerninhalten. Allerdings sind Schulpastoral und Religionsunterricht nicht deckungsgleich. Religionsunterricht findet als ordentliches Lehrfach in der Schule statt und richtet seine Bildungs- und Erziehungsarbeit am Lehrplan aus. Schulpastoral ist kein Bestandteil des Fächerkanons, sie richtet ihr freiwilliges Angebot an konkreten Wünschen und Erfordernissen aus. Damit leistet Schulpastoral einen Beitrag zur Mitgestaltung von Schulleben und Schulkultur. Die praktische Verwirklichung von Schulpastoral kann an jeder Schule sehr unterschiedlich aussehen, je nach Situation und personellen Ressourcen. Eine ungefähren Überblick über die Handlungsfelder bietet der nachfolgende Text: - Beratung/Begleitung
z. B. Einzelgespräche, Zusammenarbeit mit Eltern, Beratungs- und Verbindungslehrkraft, Schulpsychologen, Behörden - spirituelle Angebote
z. B. Frühschichten, Gottesdienste, Gebetszeiten, Meditation, Besinnungstage ... - Prävention, Konfliktbearbeitung
z. B. Aktionen zur Stärkung sozialer Kompetenz, Aggressionstraining, Aufklärung, Gesprächsabend, Modelle zur Konfliktbearbeitung ... - Projekte auf Klassenebene
z.B. zeitlich begrenzte, themenbezogene Zusammenarbeit, Klassenfahrten, Orientierungstage, Klassenpatenschaften ...
Ein diözesanes Konzept und entsprechende Strukturen befinden sich im Aufbau, wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihre Anregungen. Weitere Hinweise erhalten Sie auch unter http://www.schulpastoral.de
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