Brücke 2009 - Ausgabe 46Liebe Ehemalige, liebe Leserin, lieber Leser!
Wieder ein Jahr fast vorbei. Wir wollen Sie Anteil nehmen lassen an das, was uns bewegt. Auch diese Ausgabe ist eine Art Haus- und Familienzeitschrift und zugleich eine Art Fachjournal. Wir beginnen mit dem Familienteil, freu-en uns über den Nachwuchs mit den Eltern, gratulieren zu vollendeten Le-bensjahrzehnten, gedenken unseres ersten e.V. Vorsitzenden Dr. Siebenei-cher und des Südtiroler „Reiter-Toni“. Der Reform- und Gestaltungsbedarf ist groß, in den Regionen, in der Kirche, in der Landwirtschaft. Entsprechend aus-führlich ist der fachliche und inhaltliche Teil. Mit dem Bemühen, die Schöpfungsver-antwortung am Lande konkret werden zu lassen, wissen wir die bayerischen Bischöfe und allen voran unseren Erzbischof Ludwig auf unserer Seite. Seine Predigt beim diesjährigen Heinrichsfest bildet den Auftakt. Überlegungen zum Klimawandel, zum Ökostrom und ein Bericht über die am Feuerstein gestartete Klimaoffensive folgen. Die Welt wird zu einem Dorf und im Dorf ist die Welt daheim. Regionalisierung und Globalisierung, Metropole und Region gehören zusammen in der Einen Welt. Ohne Berührungsängste gilt es das, für die ländlichen Verhältnisse zu buchstabieren und sich einzumischen. Lokale Identifikation als Schlüsselfunktion ländlicher Entwicklung zu sehen, das gibt Dr. Hermann Ulm, Bürgermeister von Kunreuth, zu bedenken. Prof. Dr. Werner Bätzing begründet, wo und wie im Zusammenspiel von Metropole und Region regionale Wirtschaftskreisläufe Wertschöpfung vor Ort und neue Kaufkraft möglich machen. Mit Bedacht Mehrwert schaffen, umsichtig vor Ort etablieren und kreativ stabilisieren, das ist die Quintessenz des Fazits einer Tagung Ende Oktober, die wir gemeinsam mit dem Institut für Geographie der Universität Erlangen–Nürnberg und dem Marketingverein der Metropolregion durchgeführt haben. Was zur Fränkischen Schweiz als Region in der Metropolregion gesagt wird, gilt vergleichbar auch für die anderen natürlichen Regionen wie z. B. Steigerwald, Regnitztal, Obermaingebiet, Frankenwald. Der Bericht über die Allgäuer Kleinmolkerei aus Wiggensbach zeigt, ein Milchpreis von 50 Cent je Liter Milch für den Landwirt ist möglich! Um Neues zu wagen und zu probieren, braucht es die biblische Zusage „denkt nicht mehr an das, was früher war“. Christliche Hoffnung gibt nicht klein bei. Dr. John, der ein Wochenende Paulus und Gemeindeentwicklung gestaltet hat, weist darauf hin. Die Erinnerung an die beiden Diözesanpriester Grandinger und Tremel zeigt, wir stehen damit in einer Tradition. Ihre Namen mögen vergessen sein, geblieben sind ihre Impulse für ländliche Entwicklungen. Die Kirche in der Welt von heute braucht engagierte Christen und Chris-tinnen. Was liegt im „Jahr der Priester“ da näher, als einen jungen Standesvertreter, der mit den ländlichen Verhältnissen bestens vertraut ist, mit Gedanken zum Priesterberuf zu Wort kommen zu lassen? Dankbar sei an dieser Stelle an das achtjährige Wirken von Rektor Stefan Alexander erinnert. Auch ohne offizielle Beauftragung war er uns ein beliebter und vertrauter Seelsorger. Lassen Sie sich mit dem Bilderreigen vom Adventstreffen 2008, Fotos und Berichten von Seminaren neugierig machen auf die Kurse in der KLVHS. Allen voran auf PULS 2010. Dem Hauspersonal gelten die Beiträge am Ende. Beachten Sie die Nachrichten unter zu guter Letzt. Allen, die zur Entstehung der Ausgabe mit Berichten beigetragen haben, danke ich. Ihnen im Namen der Redaktion ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr 2010. Heiner Neuner
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