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Band 2

Keller, Walter:
Bamberg und Langheim. Die Sicherung der Landeshoheit zwischen Fürstbischof und Abtei im 18. Jahrhundert.
Bamberg 2004. 496 S., zahlr. Abb., Karte, Festeinband, erscheint am 30.November 2004.
Preis: 29,80 € (vergriffen, es ist keine Neuauflage geplant)

Den Bezugspunkt der Arbeit bildet der sog. Haupt- und Nebenrezess, ein Vertrag von 1741/42 zwischen dem Fürstbistum Bamberg und der Zisterzienserabtei Langheim. Dieses innenpolitische Ordnungsprojekt, das von Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborn (1674-1746), dem vormaligen Reichsvizekanzler, und Abt Stephan Mösinger (1697-1751), dem in Haßfurt geborenen Müllersohn, persönlich ausgehandelt worden ist, offenbart nicht nur Grundlegendes über die bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts gewachsenen Herrschaftsstrukturen des Hochstifts Bamberg, insbesondere der Landes-, Gerichts-, Jagd-, Ämter- und Dorfverfassung, im Verhältnis zur Zisterze Langheim. So werden auch die Verhandlungen zum Bau von Vierzehnheiligen geschildert und das Klosterdorf Mistelfeld in Bezug auf seine jüdische Bevölkerung vorgestellt. Den Feierlichkeiten und rechtlichen Kompetenzen nach dem Tod und bei der Wahl der Fürstbischöfe und Äbte von 1746 bis 1795 wird große Bedeutung beigemessen.

Dem Juristen und Historiker Walter Keller gelingt es dabei eindrucksvoll, die juristische und geistige Auseinandersetzung zwischen Hochstift und Zisterze in all ihren Facetten auszuloten und in den Kontext der Reichs-, Landes- und Rechtsgeschichte einzubetten.

Historisches und aktuelles, z. T. erstmals veröffentlichtes Bildmaterial – Portraits der Bischöfe und Äbte, Abbildungen der Zisterze Langheim und weiterer Sakral- und Profanbauten – gewährt ungeahnte Einblicke in das barocke Repräsentationsbedürfnis landständischen und höfischen Lebens in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Hochstift Bamberg.

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